R A D O M J A M

Laserjam
am Radom Raisting
 
Im Schein des Vollmondes einer milden Sommernacht machten wir Signalkultur.

 

Fr. 9. September 2022
vor dem Radom
und
Sa. 10. September 2022
im Radom

 

Etwas ganz Besonderes für Augen und Ohren. -merkur.de
K O N Z E P T
Bei live audio-visuellen Performances mit Konzertcharakter bespielen wir eine signal-reaktive Echtzeit-Installation. Mit den Signalen der Instrumente modulieren wir die plein air Laser-Projektion auf der Radom-Hülle der Antenne 1. So erkunden wir eine direkte, nicht-symbolische und synästhetische Beziehung zwischen Klang, Farben, Form und Bewegtbild. Durch die gewollte Nutzung der für die Allgemeinheit obsoleten Medien-Technologien entsteht ein kritischer musikalisch-oszillographischer Dialog mit dem historischen Erbe des Sehens und Hörens durch technische Mittel.
E N S E M B L E
Die musikalische Besetzung entspringt einer dynamischen Kombination aus klassischen Fragmenten, Blues Schematiken, Jazz-Rock, Intelligent Dance Music, Electronica und Noise. Die zu den Klängen oszillierenden Laser-Lichtfiguren laden ein, sich in einen audio-visuell immersiven Zustand zu begeben und dabei die Verbindung spontaner Musik mit Lichtkunst in der einzigartigen Live-Dimension des LASERJAM zu erfahren.

ULLI FLISZT
chaotic synth

"Laserjam ist ein audio-visueller Trip ohne Pilze nehmen zu müssen." -Ulli
Der Keyboarder der legendären Krautrock Band
Amon Düül II begeistert mit seinem neuen Projekt als Synthesizer-Spieler. Die Möglichkeiten der vielen Knöpfe und Stecker grenzt an Unendlichkeit und bringt einen warmen analogen Charme mit sich, welcher besonders das Herz eingefleischter Fans elektronischer Synthese aufgehen lässt. Durch eine neue Kombination aus retro-analog und zukunfts-digital entsteht eine Klang-Kulisse mit Alleinstellungsmerkmal.

JAKOB TOON
crazy percussion

Der "drummer from hell" ist die treibende Kraft an den Drums der aufstrebenden Band Karaba und tourt seit Jahren mit dem legendären Kollektiv Embryo. In dieser Formation ist sein Fokus auf Percussion der besonderen Art. Von einem experimentier-lustigen und progressiven Vorwärts-Geist getrieben katapultiert er uns mit lediglich einem kleinen Fingerzucken aus unserem Gravitationsfeld. Durch analoge Drum-Synthese entstehen Klänge und Druckwellen, die rhythmische Formen elektronischer Musik-Ästhetiken aufgreifen.

NICK SAFE
hypnotic string

Durch einen feinfühligen Umgang mit dem Moment, seinen Gitarren und den Effektgeräten schafft er modellierbare flächige Strukturen zum Hineinlegen. Er streut aber auch scharfe Kanten zum Reiben und Zerschneiden des Raumes. Wenn er uns nicht gerade akustisch die Seele massiert spielt er mit Liquid Brain Orchestra und Hobbington und tourt durch Deutschland.
„Als ich meine Musik das erste Mal in Echtzeit in den Figuren des Laserlichtes sah hat es mir die Schuhe ausgezogen. Leider bin ich jetzt laserjam-süchtig und es gibt noch keine offizielle Entzugsklinik für Laser Patienten!" -Nick

YANICK
blender jockey

Der im drei-dimensionalen Experiment brillierende Linien-Künstler erweckt seine Figuren und Formen zum Leben wie ein Geisterbeschwörer. Die von der Raumfahrt inspirierten Modelle und Animationen tanzen zu den Klängen der Instrumente wie außerirdische Lichtwesen. Die scheinbar greifbar im Raum stehenden Objekte verschwimmen im Rausch der Klänge zu einem audio-visuellen Spektakel. In den eigens für den RADOMJAM geschaffenen Bildwelten verbindet er seine Liebe zu Musik und dem Kosmos des Räumlichen.

IASON
hallucinogenic light

Das Ausmaß der Verflechtung aller Signale aus Musikinstrumenten und Synthesizern mit den Steuerspannungen des Show-Lasers steuert Iason mit einer eigens gebauten Schnittstelle. Mit den Möglichkeiten akustische Signale als Modulatoren zu verwenden hat er die anderen zusammen gebracht und bildet die Aorta des Projekts. Die Entwicklung von einem fragilen akademischen Experiment zum jetzigen Stand eines prototypischen Echtzeit-Performance-Systems ist ein langer Weg des Ausprobierens und Kennenlernens, der uns in ungeahnte Sinneswelten führt.

V E R O R T U N G  –  "S'Raddom z'Roaschting"

Aus den TAM TAM Expeditionen nach Raisting ist die Idee entstanden das Radom um die Antenne 1 gemeinsam audio-visuell zu bespielen. Bei den Laserjams im Raum Langevin kreuzte uns die Einsicht, dass es sich um eine nahezu ideale Austragungsstätte für Signalkultur handelt. Dort steht seit den 1960er Jahren eine 25 Meter spannende Cassegrain-Antenne mit Hornparabol-Speisung. Bekannt ist die Anlage vor allem durch ihre markante fast 35 Meter hohe und 48 Meter breite weiße kreisrunde Schutzkuppel. Sie dient uns hierbei als Projektionsfläche für die modulierten Laserimpulse. Konvex und lichtstreuend, groß und anthropometrisch eindrucksvoll, mit guten Reflexions-Eigenschaften vereint sie die Geschichte der Signaltechnik in einer einmaligen Szenerie. Zudem sei gesagt: Während der Vorstellung wird der Vollmond hinter dem Radom aufgehen. Wir hoffen, dass wir einen Startschuss geben können für ein jährlich wiederkehrendes Signalkultur-Festival.

Das Bauwerk ist seit 2009 ein Industrie-Denkmal von herausragender nationaler Bedeutung. Während unserer abendlichen Vorstellungen wird das Radom geschlossen und nicht zugänglich sein. Besichtigungen und Führungen sind im Sommer tagsüber möglich und lassen sich gut kombinieren mit einem Tagesausflug zum Ammer- und Starnberger See und dem abendlichen Radomjam. Derzeit ist das Radom an 4 Tagen die Woche bis 17:00 Uhr für 3 Stunden geöffnet. Eintritt frei.

Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der Betreibergesellschaft / Landkreis Weilheim-Schongau:

https://radomraisting.de

Die Erdfunkstelle Raisting ist ein südlich von Dießen am Ammersee in der bayerischen Voralpenlandschaft idyllisch gelegener Ort und die Wiege des Satellitenfunks in Deutschland. Wo früher Fernsehsendungen um die Welt geschickt wurden und Informationstechnologie die Zukunft malte, leuchten wir mit unserem Laser zu den Klängen renommierter Musiker. Die Erdfunkstelle genießt wachsende Aufmerksamkeit und rückt immer mehr in das öffentliche Interesse. Im neu erschienenen Buch "Der weite Weg ins All" von Hermann Martin erhalten Sie tiefere Einblicke in die Geschichte und Zusammenhänge der Erdfunkstelle:

erdfunkstelle-radom.de/Buch-Neuerscheinung